Willkommen beim JUGA Projekt
JUGA ist eine Initiative junger, gläubiger und aktiver Muslime, Juden, Christen und Bahai, die sich für eine gemeinsame, tolerante und vorurteilsfreie Zukunft einsetzen. JUGAs lehnen die Instrumentalisierung und den Missbrauch ihrer Religionen ab und machen klar, dass Gewalt im Namen von Religion keinen Platz hat. Gemeinsam entwickeln sie Ideen und Aktionen und lernen sich so gegenseitig kennen. Die JUGAs haben bereits verschiedene viel beachtete Aktionen umgesetzt. Um ein Zeichen zum 10. Jahrestag der Terroranschläge 9/11 für Frieden und Akzeptanz der Religionen zu setzen wurde ein JUGA Song mit dem Titel “Sweet Coexistence” produziert und aus 200 individuell gestalteten Kisten, ein “Common Future”-Turm gebaut, der symbolisch für die Wünsche und Hoffnungen auf eine gemeinsame und friedliche Zukunft steht. Auch in 2012 sind verschiedene Aktionen und Veranstaltungen geplant, zu denen auch Du herzlich eingeladen bist, mitzumachen.
Aktuelles
Am 19. April 2012 nahmen insgesamt 120 JUGAs, JUMAs, Gäste und Interessierte an der von JUGA gestarteten Holocaust-Opfer- Gedenkaktion
“Stolpere Nich’- Erinner’ Dich” teil. Die Veranstaltung begann mit einer Auftaktkundgebung auf dem Adenauerplatz auf der Andreas Statzkowski, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Rabbiner Tovia Ben-Chorin, vom Abraham Geiger Kolleg, Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin, Chalid Durmosch, als Vertreter der Berliner Sehitlik Moschee , Dr. Thomas Floeth, Bahá’í-Gemeinde in Berlin und Helmut Lölhöffel, Koordinator der Stolpersteine Charlottenburg/Wilmersdorf einleitende Worte sprachen. Im Anschluss ging es mit den knapp 120 Teilnehmern der Veranstaltung und Journalisten den Ku’damm runter um gemeinsam Stolpersteine zu putzen. Während geputzt wurde, erzählten ausgewählte JUGAs Details aus dem Leben der Menschen, denen mit den Stolpersteinen gedacht wurde. Die Schicksale der Menschen hatten die JUGAs teilweise im Brandenburger historischen Archiv recherchiert.Dann ging es in Gruppen in die Nebenstraßen, um dort weitere Steine zu reinigen. Zum Abschluss ging es zurück zum Adenauerplatz, an dem die JUGAs ihre Gebete abhielten, jede Religion im Schutze der anderen. Mit diesem sehr eindrucksvollen und bewegenden Ende hatten die JUGAs mit ihrem Gedenken an die Opfer des Holocaust, gleichermaßen ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt, Hass und Intoleranz in unserer Zeit für für ein friedliches Miteinander gesetzt.
Presseecho:
Artikel in der Jüdischen Allgemeinen: link
D-Radio – Beitrag: link
Ankündigung in der BZ: link
weitere Bilder der Aktion:
Die kommenden JUGA – Aktivitäten
2. Mai 2012
Die Bahá´í Jugas laden Euch zum ersten JUGA Salon und 12. Ridvan ein:
Wann: 2. Mai, 18 Uhr
Wo: Alex-Treff, Rosa-Luxemburg-Straße 18, 10178 Berlin (Nähe Alexanderplatz)
Der 2. Mai ist der 12. Ridvan Tag und für uns einer der heiligsten Feiertage. Wir haben für Euch an diesem Tag ein kleines Programm zusammengestellt, um mit Euch in die Geschichte Baha`u`llahs und des Baha`i-Glaubens einzutauchen.
Bitte meldet euch bitte per Mail an bei:
Nura Detweiler an: nura.detweiler@bahai.de an.
Wir freuen uns schon sehr auf euch!
Eure Bahá’í-JUGAs
8. Mai 2012
Erarbeitung des Code of Ethics
1. Arbeitsstreffen um 18.00 Uhr in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.
Der Code of Ethics ist ein von den JUGA- Teilnehmer/innen erarbeiteter ethischer Konsens, der aus ihrer Sicht für das Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Weltanschauungen gelten sollte. Dieser Basiskatalog soll von allen Religionsvertretern und Organisationen, denen die Jugendlichen angehören, mitunterzeichnet und in den jeweiligen Gemeinden beworben werden. Inhaltlich wird dieser Katalog weniger eine Sammlung abstrakter Losungen und Appelle sein, sondern vielmehr ein lebendiger Ausdruck der gemeinsamen Wünsche und Hoffnungen für ein Zusammenleben darstellen. Der Code of Ethics wird in einer breitangelegten öffentlichkeitswirksamen Kampagne veröffentlicht. Durch diese Kampagne sollen junge Menschen in Berlin angeregt werden, sich mit diesem Code of Ethics auseinanderzusetzen und so über das Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Weltanschauungen zu reflektieren, Probleme zu erörtern und Lösungsansätze und Visionen für ein gemeinsame Zukunft zu entwickeln. Vielfalt muss in Deutschland als Mehrwert anerkannt werden. Hier sind alle Menschen gefragt über ihre Grundeinstellungen kritisch nachzudenken.
Die letzten JUGA – Aktivitäten
JUGAs beim Gedenkgottesdienst für die Opfer des Anschlags auf die Jüdische Schule in Frankreich
Auch die JUGAs sind bestürzt und betroffen von den tragischen Ereignissen aus Frankreich. Ein Serienmörder, der sich Muslim nennt, hat Kinder, einen Religionslehrer und Soldaten getötet. Es ist ein wahres Drama und wird auch noch zynisch, wenn man bedenkt, dass die Soldaten, die er ermordet hat, Muslime sind. Das zeigt, wozu Fanatismus führen kann. Um ihrem Mitgefühl Ausdruck zu verleihen, nahmen am Freitag, 23. März 2012 muslimische, jüdische, christliche und Bahaii – Jugendliche in der Synagoge des Jüdischen Bildungszentrums Chabad Lubawitsch am Gedenk-Gottesdienst teil. Dort hatte jedes JUGA – Mitglied das Privileg, eine Kerze für die Opfer anzuzünden. Die Anteilnahme und das Engagement der JUGA- Jugendlichen für Verständigung unter den Religionen wurde von Rabbiner Jehuda Teichtal ausdrücklich gewürdigt:
„Die Anwesenheit der Jugendlichen hat ein Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Frankreich und in der ganzen Welt gesetzt. In diesen schweren Zeiten.“
Rabbiner Jehuda Teichtal
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